Herz-Kinder-Hilfe e.V. Logo Herz-Kinder-Hilfe Hamburg e.V.
Aktuell Über uns JEMAH BVHK Echte Kids UKE gut zu wissen Spenden HLHS
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  • Niedergelassene Kinderkardiologen  
  • Beratung  
  • Literatur  
  • Neues der Medizin  
  • Tipps im Alltag  
  • Ernährung

10 Tipps für den Umgang mit wählerischen Essern

Foto gesunde Ernährung

Wenn Sie geschafft von der Arbeit oder von Besorgungen nach Hause kommen, ist das Letzte, was Sie jetzt noch gebrauchen können, ein Streit über Gemüse beim Essen. Um den “Gemüse-Krieg” zu vermeiden, gibt es dann vermeintlich Beliebtes wie Tiefkühlpizza oder Nudeln mit Ketchup. Als Ausnahme ist das in Ordnung, aber es sollte die Ausnahme bleiben, da es einfach ungesund ist.
Mit ein paar Tricks gewinnen Sie aber langfristig den Krieg gegen einen wählerischen Esser und zwar wie folgt:

 1.  Eine Taktik der kleinen Schritte macht den Anfang. Reichern Sie Essen, das ihr Kind mag, mit gesunden Bestandteilen an. Backen Sie z. B. Pfannkuchen mit frischen Obststückchen (Heidelbeeren, Apfelstücke, Bananenscheiben). Reichern Sie Muffins mit Karotten an, Müsli oder Cornflakes mit frischem Obst. Peppen Sie Kartoffelsalat mit rohen Paprika, Tomaten, Gurken auf. Fügen Sie Nudeln oder Reis Gemüsestückchen bei.

 2.  Beteiligen Sie Ihr Kind beim Einkaufen und bei der Vorbereitung. Lassen Sie es das Obst und Gemüse mit aussuchen. Was man selbst ausgewählt hat, wird auch eher gegessen.

 3.  Ganz einfach – kaufen Sie nichts Ungesundes getreu dem Motto “Aus den Augen aus dem Sinn“. Wenn Kinder Chips oder Kekse im Schrank entdecken, wollen sie diese auch essen. Stellen Sie stattdessen einen Teller mit Obst- oder Gemüsestücken hin. Wer wirklich Hunger hat, wagt sich auch an Karotten oder Apfelschnitze.
Sorgen Sie dafür, dass Sie stets etwas Gesundes zur Hand haben: Äpfel anstatt Chips, Saftschorle oder ungezuckerten Früchtetee anstatt Limonade.

 4.  Planen Sie feste Zeiten für Haupt- und Zwischenmahlzeiten ein. Halten Sie diese Zeiten ein. Kinder lieben die Routine. Wenn Kinder wissen, dass es nur zu bestimmten Zeiten Essen gibt, werden sie auch zu diesen Zeiten essen.
Für die Zwischenmahlzeiten sollten Sie stets eine Kombination aus den unterschiedlichen Lebensmittelgruppen (Obst, Gemüse, Milchprodukte, Getreideprodukte usw.) wählen. Kombinieren Sie beispielsweise frische Apfelstücke mit Joghurt oder fettarmen Käse mit Vollkornbrötchen.

 5.  Haben Sie stets gesunde Snacks auf die Hand verfügbar. Kinder lieben es mit den Fingern zu essen. Obst und Gemüse in handlichen Stücken eignen sich hervorragend als „Finger food“.

 6.  Streichen Sie die Regel „Iss Deinen Teller auf“ ein für alle Mal. Kinder wissen, wenn sie genug haben – akzeptieren Sie dies. Wenn Ihr Kind mehr isst, als es braucht, sammelt es schnell überflüssige Fettpölsterchen.

 7.  Ermutigen Sie Ihr Kind „nach Farben zu Essen“. Dieses Spiel funktioniert insbesondere bei Kleinkindern. Nahrungsmittel in faden Farben haben oft auch wenig Nährstoffe. Nahrungsmittel mit (natürlichen) kräftigen Farben wie z. B. Orangen, Tomaten, rote/grüne/gelbe Paprika, Bananen, Erdbeeren, Brokkoli bieten nicht nur etwas fürs Auge sondern auch viel Nährstoffe.

 8.  Streichen Sie Süßigkeiten nicht komplett. Erlauben Sie Ausnahmen, aber in Maßen. Gelegentlich ein kleines Eis oder zwei, drei Kekse sind in Ordnung, aber bitte nicht jeden Tag. Wenn Sie Süßigkeiten komplett streichen, wird Ihr Kind nicht lernen, damit maßvoll umzugehen. Es wird Kindergeburtstage oder Einladungen nutzen, sich mit verbotenen Leckereien vollzustopfen.

 9.  Essen Sie mit Ihrem Kind am Tisch und nicht vor dem Fernseher. Wer vor dem Fernseher isst, isst in der Regel zu viel. Das gemeinsame Essen ist ein wichtiger Bestandteil im Familienleben. Besprechen Sie den Tag, aber thematisieren Sie keine Probleme beim Essen.

10.  Seien Sie ein Vorbild. Der beste Weg Ihr Kind zu beeinflussen, ist ihm ein gutes Beispiel zu geben. Denn Sie können nicht von Ihrem Kind erwarten, dass es Obst und Gemüse isst, wenn Sie es selbst nicht essen.


Dr. Gabriele Zibelius im April 2007

 
  • | Impressum
  • | Diese Seite drucken
  • | Zurück zum Seitenanfang
  • |