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Florian Eggers
DORV (Double Outlet Right Ventricle) und einen
VSD (Ventrikel Septum Defekt)
Unser Sohn Florian kam am vorletzten Tag des Jahres 1986
im UKE zur Welt und das war wohl ein Omen für seinen
weiteren Lebensweg. Bei der U2 hörte der Arzt, kurz
vor unserer Entlassung ein Geräusch am Herzen und tippte
zunächst auf einen offenen Ductus Botalli. Er empfahl
uns, Florian in der Kinder-Herz-Ambulanz vorzustellen.
Dann brach die heile Baby Welt zusammen
Dies fand dann am 9. Lebenstag von Florian statt, und wir
bekamen die Tatsache mitgeteilt, daß unser Sohn einen
DORV (Double Outlet Right Ventricle) und einen VSD (Ventrikel
Septum Defekt) hat. Für uns brach die heile Babywelt
zusammen und es flossen Bäche von Tränen.
Florian mußte dann einige Tage im Krankenhaus bleiben,
um auf ein Medikament eingestellt zu werden. Da ich ihn
glücklicherweise Stillen konnte blieb ich bei ihm.
Alles andere hätte uns Eltern auch das Herz gebrochen.
Nach einigen Tagen, die uns wie eine Ewigkeit erschienen,
hatten wir uns an die Tatsachen gewöhnt und durften
nach Hause. Endlich wie andere Eltern mit dem Kinderwagen
durch die Gegend schieben! Mit einem halben Jahr bekam er
dann ein Banding um die Lungenschlagader, wovon er sich
gut erholte. Bei dieser Gelegenheit lernten wir dann auch
Inge Heyde und Lars kennen, wir teilten ein kleines Zimmer.
Florians Kindheit verlief eigentlich recht unspektakulär,
so weit er konnte, lebte er einen ganz normalen Alltag,
mit Kindergarten und allem was dazu
gehört. Bange Stunden auf der Intensivstation
Florian wurde altersgerecht eingeschult, wir wählten
eine Rudolf-Steiner-Schule für ihn, wo er sich bis
heute sehr wohl fühlt. Mit 9 Jahren erhielt er eine
Fontan-Operation, da sein spezieller Herzfehler nicht vollständig
korrigierbar ist. Ein halbes Jahr nach der OP erlitt er
leider einen Hirninfarkt, von dem das Sprachzentrum betroffen
wurde. Als unser Sonnenschein nach bangen Stunden auf der
Intensivstation wieder erwachte, konnte er nicht mehr Sprechen,
Lesen und Schreiben, aber er war noch bei uns. Noch im UKE
wurde mit der Reha begonnen und in einer Klinik in Geesthacht
wurde sie fortgesetzt. Mit harter Arbeit zurück
in Leben
Mit unglaublicher Energie hat unser Sohn an seinen Defiziten
gearbeitet und zum Glück immer hilfreiche Therapeuten
an seiner Seite gehabt, seine Klassenkameraden und Lehrer
nicht zu vergessen. Mit Hilfe seiner Logopädin hat
Florian eine ganz wunderbare Legasthenie-Therapeutin gefunden,
die mit ihm bis heute am Schreiben arbeitet. Das
Abitur ist greifbar nah gerückt
Heute besucht Florian die Studienstufe der Rudolf-Steiner-Schule
Bergedorf und hofft, sie mit dem Abitur zu beenden. Trotz
aller Schwierigkeiten - Florian muß irgendwann wegen
eines Eiweiß-Verlust-Syndroms ein
neues Herz bekommen - ist er ein fröhlicher, fleißiger
junger Mann, fährt inzwischen mit seinem eigenen Auto
durch die Gegend und läßt sich nie unterkriegen.
Wir sind sehr stolz auf ihn.
Sabine und Christian Eggers im September 2006 |